Der Schweizer Wald mit seiner grossen Vielfalt an Waldtypen ist nicht nur Lebensraum für rund 40% der in der Schweiz bekannten Arten, sondern schützt auch vor Naturgefahren, liefert sauberes Trinkwasser, dient als bedeutender Erholungsraum, speichert Kohlenstoff und liefert Holz sowie weitere Güter wie Pilze. Seit 2010 wurden auf politischer Ebene zahlreiche Strategien, Gesetze und Programme zur Förderung der Biodiversität im Wald verabschiedet Kap. 4.2. Der naturnahe Waldbau – das heisst eine standortgerechte Bewirtschaftung, die sich an natürlichen Prozessen orientiert – ist weit verbreitet.
Bis 1900 wurde der Wald von der bäuerlichen Gesellschaft intensiv genutzt, was zu offenen Waldbeständen mit guten Bedingungen für lichtliebende Arten führte. Für Arten, die auf Alt- und Totholz angewiesen sind, dürfte der Lebensraum im Wald knapp gewesen sein. Mit dem Wandel zur nachhaltigen Waldwirtschaft und dem Übergang zum Hochwald stieg der Holzvorrat allmählich, wodurch der Wald dunkler wurde. Alt- und Totholz blieb trotzdem lange Zeit Mangelware. Vor allem seit den 1980er Jahren steigen die Totholzvorräte und die Naturnähe des Waldes Kap. 4.3.
Aktuelle Ursachen der Veränderungen
Die Nutzungsintensität im Schweizer Wald ist regional unterschiedlich. Entsprechend unterscheidet sich der Holzvorrat stark. Im Bergwald wird immer seltener eingegriffen, was die natürliche Dynamik und damit die Biodiversität fördert Kap. 4.4.1. Im Mittelland sinkt der Holzvorrat aufgrund verstärkter Eingriffe. Stürme, Dürren und Borkenkäferbefall schaffen generell Totholz und lichte Flächen – wichtige Lebensräume für spezialisierte Arten Kap. 4.4.2. Stickstoffeinträge aus der Luft – vor allem aus der Landwirtschaft – verändern Waldböden und stören die Symbiose von Mykorrhiza-Pilzen mit Bäumen, was deren Vitalität schwächt. Zudem führen sie zur Dominanz nährstoffliebender Pflanzenarten auf Kosten seltener Pflanzenarten Kap. 4.4.3.
Zustand und Entwicklung seit 2010
Die Strukturvielfalt in Schweizer Wäldern ist relativ hoch, sinkt aber seit 2010 wieder leicht, besonders im Mittelland und Jura Kap. 4.5.1. Das Totholzvolumen steigt dagegen weiter an Kap. 4.5.2. Baumgiganten sind immer noch selten, ihre Anzahl hat sich aber in den letzten Jahrzehnten verdoppelt. Die Gesamtartenvielfalt im Wald nimmt zu, besonders bei Schnecken und Moosen. Kritisch bleibt die Lage für auf Totholz oder lichte Waldbestände spezialisierte Arten Kap. 4.5.3.
Weichenstellungen für eine biodiverse Zukunft
Um die Biodiversität im Schweizer Wald langfristig zu sichern, gilt es, das bereits Erreichte zu bewahren und bestehende Ziele konsequent weiterzuverfolgen. Angesichts der zunehmend stärkeren Auswirkungen des Klimawandels und des regional sich unterschiedlich entwickelnden Nutzungsdrucks ist es zentral, ökologische Prinzipien bei der Waldplanung und -bewirtschaftung im Blick zu behalten. Ein zukunftsfähiger Wald basiert auf dem Zulassen natürlicher Prozesse und dem Nebeneinander von vielfältigen Nutzungsformen, welche die Heterogenität auf Landschaftsebene fördern. Dynamiken wie Naturverjüngung, Totholzbildung oder funktionierende Räuber-Beute-Beziehungen – etwa durch die Rückkehr von Luchs und Wolf – fördern vielfältige Lebensgemeinschaften und stärken die Resilienz und die Anpassungsfähigkeit des Lebensraumes Wald.
Wichtig ist, die Ökologie als Standbein der Forstbetriebe zu stärken. Es sind weitere Anreize für den Erhalt von Habitatbäumen, Altholzinseln und längere Umtriebszeiten zu schaffen. Gerade in den tiefen gelegenen Regionen, wo der Druck durch Holznutzung besonders gross ist, verdienen Naturwaldreservate eine stärkere politische und finanzielle Unterstützung. Schliesslich braucht es eine neue Offenheit für vielfältige Nutzungsformen. Extensiv genutzte Waldweiden oder revitalisierte feuchte Waldstandorte schaffen wertvolle Lebensräume, fördern lichtund feuchtigkeitsliebende Arten und tragen gleichzeitig zum Landschaftsklima und zur Klimaanpassung bei.
Feuchte Wälder – wertvoll, aber stark dezimiert
Feuchtwälder abseits der grossen Flüsse sind ökologisch wertvolle Lebensräume. Dazu gehören Wälder am Rand von Mooren, bewaldete Quellaufstösse, feuchte Hochstaudenwälder und nasse Nadelwaldstandorte. In der Schweiz wurden viele dieser Wälder bereits im und 19. Jahrhundert durch Gräben oder Drainagen trockengelegt, um sie besser land- oder forstwirtschaftlich nutzen zu können. Besonders während des Zweiten Weltkriegs kam es zu einem weiteren Ausbau von Entwässerungsgräben – angetrieben durch die zunehmende Mechanisierung und den damit verbundenen Wunsch nach besser befahrbaren Flächen. Trotz ihrer Bedeutung für die Biodiversität stehen feuchte Wälder im Naturschutz oft nicht im Vordergrund.
Der Schweizer Wald bedeckt rund ein Drittel der Landesfläche. Im Wald und am Waldrand leben 40 % aller in der Schweiz nachgewiesenen Arten.11 Dank der ausgeprägten Höhenunterschiede, unterschiedlichen Klimazonen, geologischen Bedingungen und regionalen Traditionen der Bewirtschaftung ist die Vielfalt an Waldtypen gross.12
Dank des naturnahen Waldbaus, der im Laufe des letzten Jahrhunderts entwickelt wurde und seit 1991 auch im Waldgesetz verankert ist (Art. 20 Abs. 2 WaG; SR 921.0), kann der Wald in weiten Teilen der Schweiz als einigermassen naturnah bezeichnet werden. Über 80 % der heutigen Wälder sind aus reiner Naturverjüngung entstanden.13
Die Bewirtschaftung beeinflusst die Biodiversität allerdings stark. Die Mehrheit der Waldbestände ist relativ gleichaltrig aufgebaut. Die frühere Förderung bestimmter Baumarten ist nach wie vor sichtbar. Biologisch alte Entwicklungsstadien sowie Bestände mit viel Licht in der Strauch- und Krautschicht kommen kaum vor. Dadurch sind Arten, die es sehr licht mögen und/oder alte Bäume und dickes Totholz benötigen, in ihren Ausbreitungsmöglichkeiten und in ihrer Bestandsgrösse stark eingeschränkt. Für Tausende von Waldarten sind dagegen sogenannte Mikrohabitate an alten und dicken Bäumen überlebenswichtig. Höhlen, Stammverletzungen, Totholz in den Baumkronen oder ein Bewuchs mit Efeu sind Schutz-, Brut-, Überwinterungs- oder Nahrungsstätten.14 Optimal ist die Kombination von Licht und Totholz.
Urwälder oder sehr lange nicht mehr bewirtschaftete Wälder zeigen ein ganz anderes Erscheinungsbild als regelmässig bewirtschaftete Wälder: Grosse Mengen an dickem Totholz, Mikrohabitate, zahlreiche alte Bäume und Baumgiganten sowie grössere Lücken im Bestand prägen vielerorts das Bild.15 Hier leben zahlreiche anspruchsvolle Tier-, Pilz-, Flechten- und Pflanzenarten – insbesondere solche, die auf viele Mikrohabitate und Totholz angewiesen sind.
Im Urwald finden auch lichtliebende Arten ihre Nischen, etwa dort, wo mächtige Baumriesen umgefallen sind, Schneebruch und Blitzschlag Lücken verursacht haben, Gruppen von Bäumen durch Käferbefall oder Krankheiten abgestorben sind oder Stürme Schneisen geschlagen haben. Von Natur aus lichte Waldbestände gibt es sonst vor allem auf unproduktiven, sehr nassen oder trockenen Standorten (Moorwälder, Föhrenwälder) und im Bereich der Waldgrenze in der oberen subalpinen Stufe (z. B. Lärchen- und Arvenwälder).
2010
BAFU: Grundanforderungen an den naturnahen Waldbau. Empfehlungen an die Kantone zur Umsetzung von Art. 20 WaG.
2015
BAFU: Waldbericht 2015. Die Biodiversität im Wald hat sich seit 2005 mehrheitlich positiv entwickelt.
2015
BAFU: Vollzugshilfe zur Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt im Schweizer Wald. Zum ersten Mal werden umfassende, konkrete und regional abgestimmte Ziele für die Biodiversitätsförderung im Wald formuliert, welche auch als Basis für die Programmvereinbarungen zwischen Bund und Kantonen dienen.
2016
Pluess AR, Augustin S, Brang P: Wald im Klimawandel. Grundlagen für Adaptationsstrategien. Synthesebuch aus dem Forschungsprogramm «Wald und Klimawandel» (WSL und BAFU).
2020
Schweizerisches Landesforstinventar (LFI): Die Ergebnisse des LFI4 zeigen, dass der Schweizer Wald insgesamt ein relativ naturnahes Ökosystem mit multifunktioneller Nutzung ist. Es gibt aber auch Defizite.
2021
BAFU: Waldpolitik: Ziele und Massnahmen 2021–2024. Schwerpunkte sind die Verarbeitung und Verwendung der Ressource Holz, der Umgang mit dem Klimawandel und die Leistungsfähigkeit der Waldwirtschaft.
2024
BAFU: Vollzugshilfe des Bundes zur Nachhaltigkeit und Erfolgskontrolle im Schutzwald NaiS: Biodiversität gilt als Grundvoraussetzung für die Schutzfunktionen.
2025
BAFU, WSL: Waldbericht 2025. Entwicklung, Zustand und Nutzung des Schweizer Waldes. Der Klimawandel macht sich zunehmend im Wald bemerkbar.
*Mit Bedingungen für lichtliebende Arten sind nicht nur lichte Wälder und Verjüngungshiebe gemeint. Auch durch eine hohe Strukturvielfalt gelangt Licht in den Wald.
Vielfältige und starke Nutzungen im Wald, insbesondere auch landwirtschaftliche.16 Wald als Teil der Kulturlandschaft durch Brenn-, Bauholz-, Streue-, Heu-, und Weidenutzung. Über die Hälfte der Waldfläche mit Nieder- und Mittelwaldcharakter.17 Wälder generell mit geringem Holzvorrat.
Nach einem historischen Tiefstand (vermutlich um 1800): kontinuierliche Zunahme der Waldfläche.18 Bemühungen zur Umstellung auf eine nachhaltige Waldwirtschaft mit dem Erlass des Forstpolizeigesetzes von 1876 (BBl 1876 I 594).
Durch die starke Entnahme von Biomasse und Nährstoffen: gute Bedingungen für licht- und wärmeliebende sowie an nährstoffarme Bedingungen angepasste Arten. Lebensraumangebot für Tiere, Pflanzen, Flechten und Pilze; spätere Sukzessionsstadien dagegen stark eingeschränkt infolge des geringen Angebots an Tot- und Altholz. Viele Feuchtwälder wahrscheinlich bereits im 18. und 19. Jahrhundert durch Gräben oder Drainagen trockengelegt.
Verbot von Kahlschlägen in der ganzen Schweiz ab 1902. Verknüpfung der nachhaltigen Waldwirtschaft mit dem Prinzip des naturnahen Waldbaus.19
Zunehmender Bedeutungsverlust oder Einstellung der landwirtschaftlichen Waldnutzungen – zuerst im Mittelland, später auch in den Berggebieten.20 Vielerorts Entwicklung eines dichten Jungwalds. Steigende Dominanz der Hochwälder zu Lasten der strukturell vielfältigen und dynamischen Nieder- und Mittelwälder. Verbreitete Aufforstungen vor allem mit Nadelhölzern. Es wird generell dunkler im Wald. Angebot an Alt- und Totholz weiterhin tief.
Wahrscheinlich starke Drainagetätigkeiten in den Wäldern im Zweiten Weltkrieg.
Langsamer aber kontinuierlicher Anstieg des Alt- und Totholzangebots auf sehr tiefem Niveau im Vergleich zu europäischen Urwäldern.
Zunehmende räumliche Homogenisierung des Waldes und Verlust von Spezialstandorten bzw. bestimmten Waldgesellschaften, unter anderem durch vereinheitlichte Bewirtschaftung.21
Anhaltende Aufforstungen vor allem mit Nadelhölzern führt zu einheitlichen Waldbildern und Monokulturen.
Zunehmende Umsetzung des Waldweideverbots durch die Kantone auch im Alpenraum.16
Zunahme des Eintrags von Stickstoff- und Schwefelverbindungen über die Luft schädigen das Waldökosystem und die Biodiversität Kap. 4.4.3.22,23
Kontinuierliche Zunahme des Holzvorrats im Wald infolge der schwindenden Nachfrage nach der natürlichen Ressource Holz in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts.13,24 Immer weniger Licht im Wald. Erhöhung des Angebots an Tot- und Altholz, auch infolge von Stürmen.25
Immer mehr Waldgebiete ohne Nutzung seit 50 oder 100 Jahren, vor allem in den Berggebieten Kap. 4.4.1.13
Zunehmende Ausscheidung von Naturwaldreservaten, Altholzinseln und Habitatbäumen.26
Fortgesetzte Anreicherung von Alt- und Totholz, auch in bewirtschafteten Beständen, unterstützt durch Stürme und den Klimawandel (z. B. Dürren) Kap. 4.4.2; Lebensraumspezialisten profitieren.27
Lokal sinkendes Totholzangebot durch den steigenden Bedarf an Energieholz; lokal Verluste an Altholz durch Waldumbau Kap. 4.4.1.
Ehemals bewirtschaftete Wälder verdunkeln sich weiter, was zu einer Verarmung der Kraut- und Strauchschicht führt.28
Lokal Wiederaufnahme traditioneller Bewirtschaftungsformen zu Naturschutzzwecken. Programm «Lichter Wald» des Bundes und Massnahmen der Kantone für lichte Wälder.29
Mehr Licht und Totholz im Wald durch das Absterben von Fichten und Buchen im Klimawandel sowie weitere Naturereignisse fördern Biodiversität Kap. 4.4.2.30

Lichter Wald mit Orchideen.

Altholz mit wertvollen Mikrohabitaten.
Der Zeitpunkt des letzten waldbaulichen Eingriffs ist ein wichtiger Indikator für die Bewirtschaftungsintensität der Schweizer Wälder. Im Jura und im Mittelland wird in deutlich kürzeren Abständen eingegriffen als in den Alpen und auf der Alpensüdseite. In 40% des zugänglichen Waldes fanden innerhalb der letzten zehn Jahre Forstarbeiten statt.1
Für die Biodiversität ist die tiefe Nutzungsintensität langfristig von Vorteil, weil sich Naturwälder entwickeln können. Zwar wirkt sich die anfängliche Verdunkelung negativ auf die Artenvielfalt aus; die Anreicherung von alten dicken Bäumen, die Entstehung von Habitatbäumen und der steigende Totholzvorrat kommen dagegen waldtypischen Arten zugute.32
Der Holzvorrat der lebenden Bäume gibt Aufschluss über die Vitalität des Waldökosystems, die langfristige Produktionsfähigkeit, die Fähigkeit zur Kohlenstoffbindung und damit über die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung. In der Schweiz ist der Holzvorrat im Landesdurchschnitt während den letzten Jahrzehnten gleich geblieben. Regional gibt es allerdings gegenläufige Entwicklungen.
Ursachen für die tieferen Eingriffsraten in den Berggebieten sind die geringere Wüchsigkeit der Bestände und die höheren Holzerntekosten. Im Landesforstinventar (LFI) werden alle Wälder, die seit mehr als 100 Jahren weder bewirtschaftet noch mit Vieh beweidet worden und zudem aus Naturverjüngung entstanden sind sowie eine naturnahe Baumartenzusammensetzung haben, als Naturwälder betrachtet. Rund 6 % der Waldfläche entsprechen dieser Definition (Stand LFI4).13
Zeitpunkt des letzten waldbaulichen Eingriffs
Im Jura fanden in den letzten zehn Jahren auf 58 % und im Mittelland auf 70 % der Waldfläche forstliche Eingriffe statt, während dies in den Voralpen und Alpen auf 41 % bzw. 22 % und auf der Alpensüdseite lediglich auf 9 % der Fall war (Stand LFI5, 2018/22). Daten: Landesforstinventar (LFI)
Veränderung des Holzvorrats
Entwicklung des Holzvorrats der Laub- und Nadelbäume in den Produktionsregionen und in der ganzen Schweiz. Eine Zunahme des Holzvorrats wird in den zentralen Alpen und auf der Alpensüdseite beobachtet. Im Mittelland geht der Vorrat dagegen zurück. Dies ist unter anderem eine Folge von Sturmschäden, Borkenkäferbefall und Dürren und der damit zusammenhängenden Zwangsnutzungen sowie der Energieholz-Nutzung. Hinzu kommen Massnahmen, die zum Ziel haben, Wälder besser an den Klimawandel anzupassen. Positiv zu werten ist der Rückgang der Fichte auf Flächen, auf denen sie standortfremd ist. Mit 42 % stellt die Fichte den grössten Anteil aller Baumarten. Sie ist in fast allen Regionen – mit Ausnahme des Jura – die am stärksten vertretene Baumart. Ihr Vorrat im Mittelland und im Jura hat um 15 % bzw. 10 % abgenommen (Stand LFI5, 2018/22).1 Daten: Landesforstinventar (LFI)
Waldumbau zu Laubmischbeständen
Solche Eingriffe zum Umbau von Nadel- zu standortgerechten Laubmischbeständen erhöhen die Anpassungsfähigkeit des Waldes an den Klimawandel und fördern längerfristig die Biodiversität. Sie werden vielerorts im Mittelland und Jura angetroffen. Ähnliche Eingriffe in Bestände mit absterbenden Buchen sind mit einem Verlust an Altholz verbunden und sind aus ökologischer Sicht auch kritisch zu beurteilen.
Naturereignisse wie Stürme (seit 2010: Burglind, Vaia), Brände und Trockenheiten (z.B. 2018, 2019) prägen die Wälder stärker als die Waldpolitik und haben einen positiven Einfluss auf die biologische Vielfalt.30,33 Die Intensität dieser Ereignisse hat seit den 1980er Jahren zugenommen.25 Es wird erwartet, dass dieser Trend anhält und die Biodiversität davon profitiert.34
Wichtig ist, dass ein Grossteil des anfallenden Totholzes als Ressource für selten gewordene Lebensraumspezialisten im Waldbestand bleibt.27 Grosse Mengen von Totholz begünstigen die Rückkehr von lokal ausgestorbenen Arten von Urwäldern sowie die Wiederherstellung von Gemeinschaften von Totholzkäfern und holzbewohnenden Pilzen. Diese sind typisch für Wälder, in denen die natürliche Dynamik zugelassen wird.35

Windwurf im Wald
Störungsflächen sind von grosser Bedeutung für den Erhalt und die Förderung der Waldbiodiversität. Windwurfereignisse wie Vivian und Lothar haben zu einem bedeutenden und langanhaltenden Anstieg der Insektenvielfalt geführt. Alt- und Totholzarten profitieren vor allem dann, wenn die Flächen nicht geräumt werden. Die Artenzahlen und -häufigkeiten reagieren erstaunlich schnell auf Störereignisse, mit Höchstbeständen etwa zwei bis fünf Jahre nach dem Ereignis, abhängig von der Höhenlage.36 Obwohl die Individuenzahlen danach tendenziell abnehmen, bleiben Windwurfflächen weiterhin wertvolle Lebensräume, die insgesamt eine hohe Artenvielfalt und insbesondere viele geschützte und bedrohte Arten beherbergen.30
Durch Naturereignisse verursachtes Schadvolumen
In der Schweiz ist eine deutliche Zunahme des jährlichen Schadvolumens von Holz seit den 1980er Jahren feststellbar (gestrichelte Linie: gleitender Mittelwert). Die tatsächliche Zunahme dürfte deutlich grösser sein, da das Absterben von einzelnen Bäumen durch Krankheiten sowie durch Dürren unvollständig oder gar nicht in dieser Bilanz enthalten sind. Die häufigsten Ursachen der bezifferten Schäden sind Winterstürme und Borkenkäferbefall. Daten: 25
Der Schweizer Wald wird flächendeckend mit biologisch aktiven Stickstoffverbindungen aus der Luft gedüngt. Die Einträge stammen zu mehr als zwei Dritteln aus der Landwirtschaft Kap. 3. Seit 2010 nähert sich der Stickstoffeintrag in die Wälder wieder dem Wert aus den 1950er Jahren an. Dennoch werden nach wie vor auf einem Grossteil der Schweizer Waldfläche die «kritischen Belastungsgrenzen» für Stickstoffeinträge überschritten, ab denen sich Waldlebensräume verändern.
Die Einträge haben negative Auswirkungen auf die Waldbiodiversität und den Wald: So erhöhen übermässige Stickstoffeinträge die Aussterbewahrscheinlichkeit seltener Pflanzenarten.23 Dagegen profitieren Pflanzenarten, die nährstoffreiche Böden bevorzugen, wie die Brombeere. Übermässige Stickstoffeinträge können zudem zu Nährstoff-Ungleichgewichten und Bodenversauerung führen. Dies beeinträchtigt die Baumvitalität und den Holzzuwachs, und die Anfälligkeit gegenüber Schadorganismen, Frost, Trockenheit und Windwurf steigt.38 Stickstoffeinträge beeinträchtigen zudem die Symbiose von Mykorrhiza und Waldbäumen.39
Entwicklung des Stickstoffeintrags in den Wald und kritische Belastungsgrenzen
Der Stickstoffeintrag in die Wälder sinkt seit den 1980erJahren. Doch die kritischen Belastungsgrenzen (je nach Waldtyp 3-20 kg Stickstoff/ha/Jahr)39, ab denen sich Waldlebensräume verändern, werden aber nach wie vor an vielen Standorten überschritten. Daten: Nationales Beobachtungsnetz für Luftfremdstoffe (NABEL); Langfristige Waldökosystemforschung, WSL; Institut für Angewandte Pflanzenbiologie (IAP).
Der Deckungsgrad von Brombeeren im Wald (Foto) steigt mit zunehmendem Stickstoffeintrag.
Mit zunehmendem Stickstoffeintrag über die Luft nimmt die Vielfalt der Mykorrhizapilze an Buchenwurzeln (Foto), sowie der Anteil an pilzbesetzten Wurzelspitzen und die Dichte des Pilzmyzels ab.
Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern fällt im Schweizer Wald die weit verbreitete, vielschichtige vertikale Bestandsstruktur sowie die meist standortgerechte Baumarten-Zusammensetzung mit einheimischen Arten auf. Strukturreiche Waldbestände bieten vielfältige Lebensnischen für Tiere, Pflanzen, Flechten und Pilze 41 und erhöhen die Stabilität und Anpassungsfähigkeit des Waldes.8
Der Anteil der Bestände mit grosser Strukturvielfalt stieg bis 2010 kontinuierlich an und sinkt seither wieder leicht.31 Da sich die Situation in den Alpen und Voralpen kaum verändert hat, resultierte der positive Trend bis 2010 zur Hauptsache aus der Entwicklung in den Regionen Jura und Mittelland.
Die Strukturvielfalt beruht auf verschiedenen Parametern:

Waldreservat Leihubelwald (im Mederenwald) in Giswil.
Zustand und Entwicklung der Strukturvielfalt im Wald
Fast 90 % der Wälder weisen eine hohe oder mittlere Strukturvielfalt auf.31 Besonders strukturreich sind die Bestände der Voralpen, gefolgt von jenen in den Alpen. Daten: Landesforstinventar (LFI)
Für die Biodiversität im Wald spielt Totholz eine Schlüsselrolle. Rund ein Viertel aller Waldarten ist zwingend auf Totholz angewiesen.42 Bezieht man alle Arten mit ein, die von Totholz profitieren, steigt dieser Wert auf 50–70%.43
In europäischen Urwäldern können kleinräumig bis zu 400m3/ha Totholz vorhanden sein.44 Auf Landschaftsebene dürften es im Durchschnitt über 100m3/ha sein. Die Werte im Schweizer Wirtschaftswald sind mit durchschnittlich 32m3/ha deutlich tiefer und unterscheiden sich stark zwischen den Regionen.
Wichtig ist aber nicht nur die Quantität des Totholzes, sondern auch die Qualität. So bestimmen der Stammdurchmesser und die Abbauzustände des Holzes die Zusammensetzung der Artengemeinschaften. Besonders wertvoll sind dicke absterbende Bäume und Altholzbestände, da sie Raum für Baummikrohabitate wie Specht- und Mulmhöhlen bieten, viel langsamer abgebaut werden und damit länger im Bestand verbleiben als dünne, tote Bäume.13
Sogenannte Baumgiganten mit mehr als 80cm Durchmesser sind nach wie vor selten im Schweizer Wald. Ihre Zahl hat sich allerdings seit den 1980er Jahren mehr als verdoppelt.31
Entwicklung des Totholzvolumens
Totholzvolumen: Liegende und stehende tote Bäume. Das Totholz hat laufend zugenommen. In den westlichen Voralpen findet sich am meisten Totholz, im östlichen Mittelland am wenigsten. Das Totholzvolumen nimmt seit den 1980er Jahren stetig zu. Die in der Waldpolitik 2020 angestrebten Totholzvolumen von 20 m3/ha (Jura, Mittelland, Alpensüdseite) bzw. 25 m3/ha (Voralpen, Alpen)45 sind aktuell in vier der fünf Produktionsregionen erreicht.
Entwicklung der Baumgiganten
Besonders mächtige Bäume mit einem Brusthöhen-Durchmesser von mehr als 80 cm werden als Giganten bezeichnet. Sie sind wertvolle Lebensräume für Arten, die sich langsam ausbreiten (z. B. gewisse Flechten), und weisen oft zahlreiche ökologisch wertvolle Baummikrohabitate auf. Idealerweise würde solche Giganten im Wald bleiben und schlussendlich Totholz von grösseren Dimensionen produzieren. Daten: Landesforstinventar (LFI)

Riesige Weisstanne in typischem Emmentaler Plenterwald.
Formen der Baummikrohabitate
Ein Habitatbaum trägt Baummikrohabitate, die für spezialisierte Arten Schutz-, Brut-, Überwinterungs- oder Nahrungsstätten bieten und manchmal sogar für den gesamten Lebenszyklus der Arten unerlässlich sind. Angepasst von: 14
Totholz als Lebensraum für gefährdete Arten
Je mehr Totholz, desto mehr Arten leben im Wald, die heute kritisch oder stark gefährdet sind. Daten:46
Benötigtes Totholzvolumen
Die verschiedenen totholzabhängigen Arten in europäischen Wäldern benötigen unterschiedliche Mengen an Totholz. Die meisten Arten können mit Totholzvolumen von 20 bis 50 m3/ha überleben. Aus naturschutzfachlicher Sicht sind diese Werte Zielgrössen für den Wirtschaftswald. Für den Erhalt seltener und anspruchsvoller Arten sind höhere Werte nötig. Gewisse Arten sind auf über 100 m3/ha angewiesen.42 Daten: 46
Der Schweizer Wald beherbergt rund 25000 Pilz-, Pflanzen- und Tierarten, was etwa 40% der bekannten Arten in der Schweiz entspricht. Die mittlere Anzahl häufiger und mittelhäufiger Waldarten hat seit der Jahrtausendwende laufend zugenommen.47
Die Anzahl Arten eignet sich allerdings nur bedingt, um den Zustand der Biodiversität eines Waldes abzuschätzen. Erst das Vorkommen und die Bestandesgrössen ausgewählter Lebensraumspezialisten aus verschiedenen Organismengruppen (z.B. Käfer, Vögel, Pilze, Flechten) kann ein umfassenderes Bild des Zustandes geben.48 Nach wie vor kritisch ist die Situation im Wald für viele Totholzkäfer, die während eines bestimmten Stadiums ihres Lebenszyklus von totem und verrottendem Holz abhängen.49 Sowohl eine hohe Qualität als auch eine hohe Quantität von Totholz und Baummikrohabitaten im Wald sind von Bedeutung für einen Grossteil dieser Arten.
Entwicklung von typischen (häufigen und mittelhäufigen) Waldarte
Entwicklung der Artenvielfalt bei drei Organismengruppen auf 564 je 10 m2 grossen Untersuchungsflächen. Die Geraden zeigen den Trend mit 95 %-Vertrauensintervall. Zwischen 2000 und 2020 hat die Artenvielfalt von häufigen und mittelhäufigen Waldschnecken und Waldmoosen deutlich zugenommen. Bei den Gefässpflanzen ist der Trend nicht signifikant. Mit dem Biodiversitätsmonitoring Schweiz können aus methodischen Gründen keine Trends für Arten mit besonderen Lebensraumansprüchen bezüglich Licht, Wasser, Nährstoffen und Totholz aufgezeigt werden. Daten: Biodiversitätsmonitoring Schweiz (BDM).
Entwicklung der Waldvögel
Kreisdiagramm: Über den Zeitraum von 1990 bis 2024 zeigen 39 Arten einen positiven (grün) und zehn Arten einen negativen Trend (rot). Sieben Arten zeigen keinen signifikanten Trend (gelb). Über alle Arten gesehen hat die Anzahl der Reviere der Waldvögel zwischen 1993/96 und 2013/16 um fast 1,2 Millionen (+11 %) zugenommen, während sie in fast allen anderen Lebensräumen abnahm.50 Es gibt aber auch Defizite im Schweizer Wald, wie die bedrohten Waldvogelarten der Roten Liste zeigen.51 Daten: Schweizerische Vogelwarte. 50
Entwicklung der Spechte
Die Bestände der meisten Spechtarten haben sich positiv entwickelt. Ausnahme ist der Grauspecht, der unter der Abnahme lichter Wälder leidet, aber eventuell auch vom Grünspecht verdrängt wird, der von den milderen Wintern profitiert. Der Bestand des Schwarzspechts in der Schweiz hat sich seit 2000 verdoppelt. Mittlerweile ist diese Spechtart in tieferen Lagen weit verbreitet. Noch in den 1950er Jahren gab es grössere Lücken im Mittelland. Die Illustration zeigt einen vom Schwarzspecht durchlöcherten Totholzstamm. Daten: Schweizerische Vogelwarte 50
Gefährdungsstatus von Totholzkäfern
Von 256 Prachtkäfern, Bockkäfern, Rosenkäfern und Schrötern wurde das Aussterberisiko bewertet. 118 Arten (46 %) gelten als bedroht, 47 Arten (18 %) sind nahezu gefährdet. Die wichtigste Gefährdungsursache ist die begrenzte Ressourcenverfügbarkeit für die Larven.
Zu selten sind:
Daten: 49
Erreichtes bewahren, gesteckte Ziele erreichen
Der Wald, die Waldbewirtschaftung und die Wertschöpfungskette Wald und Holz sind im Umbruch.32 Der Klimawandel und die sich verändernden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wirken auf den Wald und bringen grosse Herausforderungen mit sich. Umso wichtiger ist es, die bestehenden Massnahmen zur Biodiversitätsförderung konsequent weiterzuführen, das Erreichte auch im Wirtschaftswald zu bewahren und die gesteckten Biodiversitätsziele zu erreichen.26 Vor allem das Einrichten von Naturwaldreservaten sollte attraktiver werden. Das gilt vor allem für tiefere Lagen, wo die Konkurrenz auf der Fläche mit der Produktion von Wertholz gross ist. Die Bedeutung grosser Naturwaldreservate als Referenz für den naturnahen Waldbau, als Lernräume im Klimawandel und als Orte ungestörter Waldentwicklung sollte stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.52
Seit längerem ungenutzten Bestände, die bereits einen hohen ökologischen Wert dank älteren Bäumen und viel dickem Totholz aufweisen, bieten grosse Chancen für die Biodiversität. Um Biodiversität stärker in Entscheidungen einzubeziehen, wäre es hilfreich, das Thema Waldbiodiversität sowohl beim Bund als auch in den Kantonen in den jeweiligen Amtsbereichen für Wald besser zu verankern.
Natürliche Prozesse als Arbeitsinstrumente erkennen und zulassen
Die Waldwirtschaft könnte natürliche Prozesse – insbesondere in Zeiten des Klimawandels –viel stärker bei der täglichen Arbeit berücksichtigen. Der gezielte Einsatz ökosystembasierter Prozesse (z.B. konsequente Naturverjüngung, Zulassen von ausreichend Tot- und Altholz) kann nachgewiesenermassen die Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit des Lebensraumes Wald auf kosteneffiziente Weise stärken.52
Ein gesunder Wald besteht nicht nur aus einer Vielfalt an Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, sondern basiert auf funktionierenden ökologischen Prozessen und Wechselwirkungen. So lassen sich Massenvermehrungen von Insekten durch eine erhöhte Strukturvielfalt und Baumartenvielfalt
verringern, welche die Antagonisten fördern.53 Auch bei den Wirbeltieren sind funktionierende Räuber-Beute-Beziehungen wichtig, um Wildverbiss zu vermindern und die Naturverjüngung zu unterstützen. Wolf und Luchs sind Helfer im Wald und eine Chance für die Waldökologie.54 Das Zusammenleben mit grossen Beutegreifern erfordert einen sachlichen und lösungsorientierten Dialog mit der Landwirtschaft, der Jagd und der Bevölkerung. Es ist wichtig, die ökologische Funktion dieser Tiere als Chance für den Wald in die Debatte einzubringen.
Standbein Ökologie in der Waldwirtschaft stärken
Das bestehende Beitragssystem kann in Bezug auf die Biodiversität deutlich optimiert werden (z.B. Jungwaldpflege mit der Selektion von Kandidaten für zukünftige Habitatbäume kombinieren). Vorstellbar wäre ein freiwilliger «Naturnaher Waldbau plus» mit einer Erhöhung der Umtriebszeiten und der Integration von ökologisch wertvollen Strukturen: Baumgiganten, Habitatbäume, Altholzinseln, Bestandslücken und Übergangsbereiche zwischen verschiedenen Lebensräumen – und dies alles räumlich und zeitlich ausreichend verfügbar.
In der Waldentwicklungsplanung sollte der Biodiversitätsförderung generell das gleiche Gewicht wie anderen Komponenten gegeben werden; waldbauliche Anreize sind entsprechend anzupassen. Dafür müssen im Rahmen der Programmvereinbarungen der Umgang mit Schnittstellen zwischen Waldbewirtschaftung und Waldbiodiversität geklärt und kantonale Gesamtkonzepte für die Waldentwicklungsplanung mit Biodiversitätszielen koordiniert werden.55
Bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Massnahmen im Zuge der Anpassung an den Klimawandel ist Vorsicht geboten. Das unkritische Einbringen standortfremder Baumarten oder eine verkürzte Umtriebszeit können bestehende ökologische Strukturen, Lebensgemeinschaften und Wechselwirkungen empfindlich stören. Auch hier gilt es, Folgen sorgfältig abzuwägen und bewährte ökologische Prinzipien nicht aus dem Blick zu verlieren.
Vielfältige Nutzungsarten zulassen und fördern
Die Zukunft des Schweizer Waldes liegt nicht in der Vereinheitlichung, sondern in der Vielfalt, die zu resilienten Wäldern führt. Dies muss aktiv ermöglicht werden – durch gezielte Förderprogramme, klare gesetzliche Rahmenbedingungen und vor allem durch die Unterstützung innovativer Nutzungsformen.
Waldweiden (Weidwälder und Wytweiden) waren einst weit verbreitet und fest im landwirtschaftlichen Alltag verankert, sind heute aber grösstenteils verschwunden. Zahlreiche Projekte im In- und Ausland zeigen, dass extensiv genutzte Waldweiden einen hohen ökologischen Wert aufweisen: Sie schaffen lückige Waldstrukturen, fördern eine hohe Artenvielfalt und ermöglichen gleichzeitig eine multifunktionale Landnutzung.56,57 Eine Rückkehr der Waldweide in bestimmten Regionen sollte politisch unterstützt und wieder erlaubt werden.
Auch durch die Waldwirtschaft geförderte lichte Wälder, revitalisierte feuchte Waldstandorte abseits der grossen Flüsse und naturnahe Gewässer im Wald tragen zur biologischen Vielfalt bei. Sie bieten Lebensräume für viele seltene Arten, fördern wichtige Wechselwirkungen und sind attraktive Landschaftselemente.58 Feuchte Wälder speichern Wasser, puffern extreme Wetterereignisse ab und leisten einen Beitrag zu einem besseren Landschaftsklima.